Liebe Nepalfahrer, ehemalige Nepalfahrer, Eltern, Vereinsmitglieder und Unterstützer unseres Projektes.
Wie ihr sicherlich aus den Medien entnommen habt, hat es in der Grenzregion zwischen China und Nepal bei Gyirong einen massiven Erdrutsch gegeben. In dessen Folge es zu schweren Überflutungen gekommen ist. Die Situation vor Ort kann sich noch verschärfen, wenn ein See, der sich im Zusammenhang mit den Überschwemmungen gebildet hat, über- oder ausläuft. Das hätte eine zweite Flutwelle zur Folge.
Überflutungen, auch größeren Ausmaßes, sind in Nepal zu dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Doch in Folge des Klimawandels werden die Überschwemmungen immer heftiger und es ist leider schon an der Tagesordnung, dass dabei Menschen zu Schaden kommen oder sogar sterben. Ein solches Ausmaß wie in diesem Jahr ist allerdings wirklich ungewöhnlich.
Zur Einordnung: Der Katastrophenort liegt ca. 110 km entfernt von dem Gebiet, in dem wir uns aufhalten werden. Die durch den Erdrutsch zusätzlichen Wassermassen muss der Fluss Trishuli aufnehmen und abtransportieren. Dieser fließt in der Region Chitwan, in der wir uns aufhalten, in den Narayani, der in Indien dann in den Ganges mündet.
Ich habe von unseren Partnern vor Ort, den Fathers der Little Flower Society, als auch von Ruth und Kurt von Shanti med Nepal die Rückmeldung, dass die Situation bei uns als normal zu bezeichnen ist und es keine Opfer oder Schäden gibt.
Einzig die Straße von Mugling bis Barhatpur ist zurzeit gesperrt. Aber auch dies ist in der Jahreszeit schon öfter vorgekommen und bis zu unserer Anreise sollte alles wieder seinen gewohnten Gang gehen.
Unserer diesjährigen Reise steht also (derzeit) nichts im Wege und wir hoffen, dass es auch so bleibt. Denn gerade jetzt, wo alle lokalen Hilfsorganisationen sich verständlicherweise auf die Ersthilfe im Krisengebiet konzentrieren und auch viel der ständigen internationalen Hilfe dort eingesetzt werden wird, ist es umso wichtiger für die Chepang, die wir ja seit 13 Jahren unterstützen, da zu sein und die Food- und Health-Camps durchzuführen.
In den nächsten vier Wochen wird sich auch entscheiden, ob wir den Spielplatz am Krankenhaus oder an der Schule bauen werden.
Wenn wir aus den Spendenerlösen dieses Jahres noch Überschüsse haben, werden wir vor Ort entscheiden, wie wir diese Gelder am besten einsetzen werden.
Wer also die Menschen in Nepal noch unterstützen möchte – wir freuen uns über jeden Euro.
