52 Tage seit Nepal 2017.

Sie sind hier

Halbzeit – und leider schon ein bisschen mehr…..

Manche Dinge ändern sich nie. Erst denkt man die Zeit hier wird einem womöglich lang und man weiß nicht was man am Ende noch machen soll, dann ist plötzlich Halbzeit und es ist noch so viel zu erledigen und zu machen.

Aber die Bilanz bis hier her lässt sich sehen. Die komplette Regenentwässerung ist verlegt und funktionstüchtig (ca. 80 m Rohr eingegraben), die gesamte Wasserversorgung ist reorganisiert und befüllt sich nun automatisch. Dafür haben wir ca. 120 m Wasserrohr ausgebaut. Fast genug für das neue Gebäude. Ein Warteplatz für Patienten ist gemauert und verputzt. Die Erdbebenspalte hat eine vernünftige Abdeckung und morgen kommt der Bock zum herübergehen. Der neue Waschplatz wird morgen freigegeben und die Pflasterarbeiten vor dem Krankenhaus schreiten voran. Nebenbei sind noch viele „Kleinigkeiten“ erledigt worden (Wäschestangen einbetoniert, Handpumpe repariert, hier ein Schrank verschoben, da ein Dübel in die Wand gebohrt…..). Eine Dachverlängerung ist beim Schlosser bestellt und wird übermorgen montiert, Pflanzen werden wir noch setzten und eine Liste mit Kleinarbeiten werden wir auch noch abarbeiten. Dann wird noch die Baustelle aufgeräumt und gut ist es hier.

Auch an der Navodaya School haben wir die PCs angeschlossen und alles neu verkabelt. Father Michael ist darüber mehr als glücklich.

Am Freitag wird ein 5 Mann Team nach Kalikhola fahren und unsere Grundschule von innen streichen und die Dachfirste verkleiden.

Wir können also, wie ich denke, auch in diesem Jahr die Reise als erfolgreich verbuchen. Auch wenn unsere Aufgaben sich verändert haben waren Sie für die Menschen hier sinnvoll, nachhaltig und hilfreich.

Den Boden, der irgendwo auf dem Weg zu uns ist, werden wir bei einem späteren Besuch verlegen. Selbst wenn er morgen früh vor der Tür stünde, wäre es aufgrund von Trocken- und Abbinde Zeiten nicht mehr möglich ihn zu verlegen. Wir sind deswegen aber keineswegs frustriert oder traurig. So ist sicher, dass wir womöglich schon bald wieder hier seien werden und unser 2015 ausgegebenes Motto „Jetzt erst recht“ bekommt mal wieder Aktualität.

Mindestens ebenso froh wie über unser erfolgreiches Arbeiten sind wir aber über unser diesjähriges Konzept der Reise. Die Idee stets mindestens eine Gruppe das Land bereisen zu lassen ist ein voller Erfolg. Zwei Gruppen sind schon wieder hier und haben viel gesehen erlebt und zu erzählen. Auch der frühe Arbeitsbeginn und der daraus resultierende lange Feierabend verschaffen allen die Möglichkeiten sich in und um Tandi herum umzusehen oder in den Nationalpark zu fahren und viel zu erleben. Und wer einfach Lust hat zu entspannen, zu Singen, Karten oder Fußball zu spielen, den Hund zu streicheln oder Jonglieren zu lernen bleibt einfach an der Schule und genießt das Wetter. Bis heute waren wir alleine hier da die Chepang alle Ferien hatten. Seit heute teilen wir die Schule mit den Schülern. Auch das bringt neue Erfahrungen.

Die Gruppe an sich ist unglaublich motiviert, aufmerksam und neugierig. Es gibt keine Spannungen und auch von schlimmeren Krankheiten und Verletzungen sind wir verschont geblieben.

Die letzten Tage hier in Tandi werden für uns aber mit Sicherheit noch einmal anstrengend und aufregen. Wir wollen alle unsere angefangenen Arbeiten zu einem erfolgreichen Abschluss bringen und haben daneben noch jede Menge Termine.

Morgen geht es zu Bobby´s neuer Schule. Bobby war bei den bisherigen Besuchen stets unser guter Geist und hat uns den Einstieg in dieses Land sehr erleichtert. Seit ca. einem Jahr leitet er ein Kinderheim / Schule für verwaiste Chepang. Er wünscht sich sehr, dass wir ihn besuchen. Dem kommen wir natürlich gerne nach. Da wird selbstverständlich auch Fußball gespielt. Schauen wir mal wie es wird. Ich hoffe sehr auf unseren ersten Sieg in Nepal…

Weiter geht es am Samstag mit einer Einladung an der Navodaya School mit der ganzen Gruppe, bei der sich Father Michael bei uns für dieses Mal verabschieden wird. Er muss nach Indien reisen. Am Sonntag sind wir zu einem offiziellen Termin vom Komitee des Krankenhauses geladen, bei dem auch Vertreter der lokalen Regierung und der nepalischen Gesundheitsfürsorge anwesend sein werden, um sich für unseren Einsatz zu bedanken. Dies ist wohl der offizielle Höhepunkt der Reise. Für uns ist aber, so denke ich, das Fußballspiel am darauf folgenden Montag gegen die Schulmannschaft unserer gastgebenden Schule doch noch wichtiger.

Und dann ist der größte Teil der Reise auch schon wieder vorbei. Aber wir haben dann ja noch eine aufregende Zeit in Kathmandu vor uns. Aber davon berichten wir dann in dem übernächsten Blog.

 

Auf Bald - Jan

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer