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Spiel, Spass & Überraschung

Derby

Wie schon erwähnt haben wir gestern Fußball gegen eine nepalesische Schule gespielt. Allerdings war es etwas anders als erwartet. Aber rollen wir die Geschichte einmal von Anfang an auf.

Erst einmal haben wir ausgeschlafen. Ein ausgiebiges Frühstück war schon mal ein guter Start in den Tag. Danach wurden wir als kleine Überraschung gegen 10Uhr in ein nahe gelegenes Schwimmbad gefahren und haben und dort schön ausgeplanscht. Nach ca. einer Stunde holte uns dann ein Schulbus der „Little Flower School“ ab. Dieser erst zwanzig Jahre alte Schulbus war schon alleine ein kleines Abenteuer, aber alles hielt trotz Ruckelpiste zuverlässig zusammen. Als wir bei der Schule ankamen ging es raus aus dem Bus und wir wurden zum lunch geladen. Es gab Momo. Das ist ein typisch nepalesisches Gericht. Gefüllte Teigtaschen. Sehr zu empfehlen! Danach ging der ganze Trubel los. Wir dachten wir würden jetzt einfach ne runde kicken und dann wieder abhauen. Die Nepalis haben sich das allerdings etwas anders gedacht. Als erstes wurden wir in den Innenhof der Schule geführt, wo uns spalierstehen die Nepalesische Pfadfindergruppe empfing. Von den Fluren und Dächern rings um starrten uns dabei 1400 Kinder an. Vor der Bühne mussten wir dann Platz nehmen und wurden von zwei der hiesigen Pfadis nett begrüßt. Außerdem führten zwei junge Mädchen einen traditionellen nepalesischen Tanz auf. Nachdem Jan uns dann auch kurz vorgestellt hat, wobei er und natürlich auch wir immer noch total überwältigt waren von diesem riesigen Empfang, bekamen wir alle noch Haddack ähnliche Schaals und die Leiter Blumen als Geste der Gastfreundlichkeit überreicht. Aber genug mit dem herumgesäusel, wir sind ja schließlich nicht zum herum reden in die Schule gefahren. Trotzdem mussten wir natürlich noch am Motivationstanz der Nepalesischen Pfadfinderleiterin teilnehmen bevor es dann ernst wurde.

Auf einer großen Rasenfläche vor der Schule standen zwei Tore und alle Kinder, Lehrer und sonstige Mitarbeiter der Schule postierten sich um das Feld um alles genau verfolgen zu können, denn schließlich ist eine Horde weißer die dann auch noch Pfadfinder sind und dazu noch Fußball spielen wollen, alles andere als gewöhnlich. Das Spiel dauerte zweimal 30 Minuten. Es war Schweißtreibend, hat die ein oder anderen Stimmbänder gekostet und ganz Knapp. Wir haben alles getan was wir konnten aber trotz allem hat es nicht gereicht. 5:1 gings aus. Wir sprechen darüber nicht weiter. Aber ich glaube es war für die Nepalis das erwünschte I-Tüpfelchen an dem Tag. Das haben wir Ihnen natürlich auch sehr gegönnt denn wir hatten wirklich einen sehr außergewöhnlichen und wunderbaren Tag. Nach dem Spiel gab es noch kurz etwas kleines zum Essen und dann ging es zurück nach Hause. Völkerverständigung mehr als nur geglückt!!

Heute Baustelle.

Hier gab es wahnsinnig viel zu tun. Da wir morgen das Dach der Krankenstation zu einem viertel Wasserdicht und nach außen Abschüssig gestalten wollen mussten wir vorrangig Das Benötigte Material auf das Dach schaffen. Die Schubkarren Truppe hat sich hierfür sehr stark ins Zeug gelegt und die Nepalesischen Arbeiter wissen nicht mehr so recht wo unten und oben ist, denn sie hätten dafür wohl eine Woche benötigt. Vielleicht spekulierte der Herr Ingenieur sogar auf unser Scheitern damit er morgen nicht ran muss. Aber keine Sorge er muss! Das Material liegt vor dem Krankenhaus und kann durch die eingebauten Rampen via Schubkarre in die erste Etage befördert werden. Hier geht dann allerdings nur noch eine Treppe auf das Dach. Wir haben mit Schaltafeln also eine Rampe gebaut um die Schubkarren auch nach ganz oben zu bringen. Da es aber so Steil ist und nach der Hälfte der Treppe ein Aufzugschacht wieder eher Schmerzhaft nach unten führen würde haben wir vorne an die halb auseinanderfallenden Rollgeräte ein Seil gebunden. Mit Hilfe des Seiles können dann zwei Personen eine Schubkarre bis ganz nach oben schieben. Wie man sich aber denken kann sehr Kräftezehrend. Maxi ist unser heutiger Tagessieger mit 22 Schubkarren allein am Nachmittag also ca. 40 am ganzen Tag. Aber auch die anderen haben ähnliche Mengen auf das Dach bewegen können. Nichts desto trotz werden wir morgen damit fortfahren müssen.

Außerdem hat sich ein weiterer Trupp um unser Toilettenhaus gekümmert fleißig gemauert und die Frontstützen für unser Dach eingegossen, sodass wir morgen nur noch eine Reihe Steine anbringen müssen und am Mittwoch das Dach des Häuschens aufsetzen können. Auch dieser Trupp ließ sich nicht lumpen und kam sogar erst eine halbe Stunde nach Dunkelheit zurück in unser Lager.

Weiterhin haben wir heute Zwiebels Geburtstag ein wenig zelebriert und Bobby hat es sich nicht nehmen lassen ihm einen Kuchen, ein nepalesisches Messer und einen typischen Nepalesischen Hut zu schenken. Ich denke diesen Geburtstag wird Zwiebel nicht so schnell vergessen.

Aber jetzt Schluss mit dem Gerede, morgen wird wohl der bisher anstrengendste Tag und wir brauchen unserer Kräfte!!! Also gute Nacht!

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