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Tragische Helden (Moritz)

Kommt her ihr Fremden und Bekannten, setzt euch,

 ich will euch heute eine Geschichte von Tragik und Heldentum erzählen. Eine Geschichte von Bussen und Tempeln. Eine Geschichte von Fußball und Schwimmbädern. Und folgendermaßen trug es sich zu. Heute, also am 04.10.2015, begann unser erster „freier“ Tag damit, dass wir eine Stunde länger schlafen durften. Was an sich den Tag um einiges aufwertet im Vergleich zu manch anderen Geschehen. Aber nun ja, nach einem stärkenden (hier sind die Meinungen geteilt) Frühstück ging es dann mit dem Bus los nach Devgath. Das heißt mit dem Schulbus der Little Flower School, der uns zur Baustelle bringt und wieder abholt. Nach ca. einer Stunde Fahrt trafen wir am Eingang der Tempelanlage Devgath ein. Dort erwartete uns unser erstes Hindernis, eine 100 Meter lange Hängebrücke. Wer seekrank wird und/oder Höhenangst hat, es aber trotzdem überlebt hat, meinen Respekt. Nach diesem Abenteuer besichtigten wir die Tempelanlagen, die für die Hindus eine letzte Ruhestätte ist. Man kann eindrucksvolle Opferstätten und Tempel betrachten. Außerdem trifft man dort neben Menschen noch allerlei andere z.B. Hunde, Affen und fiese Mücken. Auf dem Rückweg kamen uns einige Nepali entgegen, die Baustoffe zur Anlage brachten d.h. pro 1,50m Nepali ca. 50kg Ziegelsteine oder Zement. Die Busfahrt von unserer spirituellen Weiterbildung zur Tragik dieser Geschichte verlief unspektakulär. Es ging nämlich zu unserer Fußball-Revanche an der Little Flower School. Da wir dieses Jahr sogar mit eignen Trikots antraten, stand unserem Sieg nichts im Wege. Doch leider kam es anders. Die erste Halbzeit verlief torlos aber mit ein paar guten Chancen unsererseits. Trotz all dem fiel in der zweiten Halbzeit das erste gegnerische Tor durch Elfmeter (unberechtigterweise würden manche sagen). Davon unbeirrt spielten wir weiter. Das zweite gegnerische Tor folgte leider kurze Zeit später. Über die Einzelheiten dieses Tores werde ich schweigen. Am Ende der zweiten Halbzeit gab es noch ein drittes Tor, das allerdings nicht gewertet wurde (nachdem der Schiedsrichter endlich auf seinen Linienrichter gehört hat), da der gegnerische Schütze im Abseits stand. Aber leider half uns das auch nicht. Und so verloren wir 2:0 gegen die Little Flower School. Immerhin gab es im Anschluss leckere Momos. Zur Krönung des Tages besuchten wir anschließend ein Schwimmbad mit „fast“ klarem Wasser. Dort wurde mit einigen Nepali Kindern Wasserball gespielt oder was man halt sonst so in Schwimmbädern macht z.B. schwimmen. Zum Schluss durften wir in der nahegelegenen „Stadt“ Tandi in kleinen Gruppen essen gehen. Nach ausreichend Speis und Trank kehrten wir zur Novodaya School zurück.

 

Moritz

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