1 Tag bis Nepal 2017.

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Wünsche und Pläne

Wünsche und Pläne

Heute ging es mit dem eigentlichen Grund unseres Besuchs los. Planen, was im Herbst zu tun ist.

Hierzu haben wir uns heute nach dem Frühstück mit Father Michael getroffen. Er hat neue Nachrichten von der Regierung erhalten. 22 Grundschulen in der Region sind ganz oder teilweise zerstört. Die Regierung möchte, dass diese Schulen als erste wieder aufgebaut werden. Da dies aber bis zum Beginn der Regenzeit Anfang Juni nicht zu realisieren ist, wird damit nach der Regenzeit begonnen. Die Frage an uns ist nun, ob wir den Aufbau der einen Schule (es ist die, die wir bei der Wanderung in die Berge 2013 besucht haben) übernehmen wollen. Es handelt sich um vier Räume mit Wellblechdach. Die Fundamente stehen noch. Wir werden die Reste der Schule übermorgen besuchen. Simon und ich halten dies, mit Hilfe von nepalischen Maurern, mit der Hälfte des Teams für machbar. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden mit zirka 28.000,- € beziffert. Viel Geld. Aber es sind die gesamten Personalkosten drinnen. Wie hoch der Anteil ist, ist noch nicht klar. Wenn man nach deutschen Verhältnissen rechnet, sollte das um zirka die Hälfte billiger werden. Die Regierung möchte die Schulen zwar wieder ans Laufen bringen, scheint aber kein Geld dafür zu haben….. Die Fathers sagen aber, dass sie einen Teil dazu beisteuern würden. Schaun wir mal.

Weiter geht es zu Ruth ins Rathnanagar Hospital. Wir bekommen eine Führung durchs Krankenhaus. Mit gemischten Eindrücken. Es passt zu den Erzählungen von Ruth. Der eine Teil ist staatlich, der andere privat. Ein Teil ist sehr gepflegt und ordentlich, ein Teil nicht… Baustellen kleinerer und größerer Art gibt es reichlich. Klar ist, dass große Teile der Wände und Türen etwas Farbe dringend nötig haben. Hallo Metes. Das sind aber tatsächlich Arbeiten, die wir gut erledigen können. Dazu kommen kleinere Aufgaben wie hier eine Trennwand zu ziehen, auf dem Dach die (schon vor dem Erdbeben) undichten Dachabdeckungen zu erneuern.

Auf dem Dach wird derzeit eine riesen Solaranlage von Shanti gebaut. Das Krankenhaus ist dann unabhängig vom Stromnetz, sodass die Dialysestation eröffnet werden kann. Die Instrumente sind schon da.

Und natürlich, jeder, der Ruth kennt, ahnt es schon: sie möchte eine außenliegende Toilette für die Besucher. Es gibt zwar schon eine, aber die fassen wir nicht an… Den Wunsch nach einem Spielplatz haben wir Ruth ausgeredet. Schule, Klo und alles andere ist wichtiger. Da sieht Ruth auch so.

Alles in allem sind wir also gut ausgestattet mit Arbeit. Wir versuchen jetzt zu erfassen, was wir tatsächlich schaffen können. Und natürlich auch bezahlen. Auch wenn Ruth uns Mittel von Shanti zur Verfügung stellt.

Danach gings nach Hause. Wir beide auf den Fahrrädern sind auf jeden Fall ein Hingucker. Den Nachmittag lassen wir es ruhig angehen. Simon geht mit Milena shoppen und ich mach die Wäsche. Jetzt gibt es Essen und ich will danach online das Spiel von Pauli verfolgen.

Mehr Morgen – gehabt euch wohl !

 

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